Eigenfettbehandlung
Die Eigenfettbehandlung ist ein natürliches Verfahren zum Volumenaufbau, bei dem körpereigenes Fett entnommen und in einen anderen Bereich mit Volumenverlust injiziert wird. Die Fettzellen werden meist an Bereichen wie Bauch, Hüften oder Oberschenkeln entnommen und durch spezielle Verfahren aufbereitet. Anschließend werden sie in Zielbereiche wie Gesicht oder Gesäß übertragen. Diese Methode hilft dabei, den Körper zu formen und Alterungserscheinungen zu verringern. Solange die injizierten Fettzellen vital bleiben, können sie einen dauerhaften Volumeneffekt bewirken.
Was ist eine Eigenfettbehandlung?
Die Eigenfettbehandlung ist ein Verfahren, bei dem Fett aus bestimmten Körperbereichen entnommen, mit speziellen Verfahren aufbereitet und anschließend in Bereiche mit Volumenverlust übertragen wird. Sie wird nicht nur zur Behebung ästhetischer Beschwerden gewählt, sondern auch wegen ihrer die Hautqualität unterstützenden Wirkung. Das Fett wird meist an Bereichen mit dichtem Fettgewebe wie Bauch, Taille oder Oberschenkeln entnommen und mit speziellen Techniken aufbereitet. Danach wird es in Bereiche wie Wangenknochen, Unteraugenpartie oder Gesäß injiziert.
Das auffälligste Merkmal der Eigenfettbehandlung ist, dass das verwendete Material aus dem eigenen Körper stammt. Dieser Umstand ist zugleich ein wichtiger Vorteil, denn er erhöht die biologische Verträglichkeit und minimiert das Risiko allergischer Reaktionen. Da die Eigenfettbehandlung zu den ästhetischen Eingriffen mit dem höchsten Maß an Natürlichkeit gehört, wird sie häufig gewählt. Im behandelten Bereich schafft sie Volumen und verbessert zugleich die Gewebequalität, wodurch ein verjüngender Effekt entsteht. Die Haltbarkeit hängt von der Person und dem behandelten Bereich ab; bei korrekter Technik lassen sich jedoch langanhaltende Ergebnisse erzielen.
Wie wird eine Eigenfettbehandlung durchgeführt?
Die Eigenfettbehandlung erfolgt in einem sorgfältigen Prozess aus drei Schritten: Entnahme, Aufbereitung und Injektion des Fetts. Bei der Fettentnahme werden als Entnahmestelle meist Bauch, Taille oder Oberschenkel gewählt. Das Fett wird mit Mikrokanülen in Liposuktionstechnik gewonnen. Die Fettentnahme kann in örtlicher Betäubung oder unter Sedierung erfolgen. Dass die Entnahmestelle so gewählt wird, dass an der Hautoberfläche möglichst wenig Trauma entsteht, ist für Komfort und Heilungsverlauf wichtig.
Im zweiten Schritt wird das mit der Fettabsaugung entnommene Fettgewebe speziell aufbereitet. Die Fettzellen werden mittels Zentrifugation oder Filtration nach ihrer Vitalität getrennt. So enthält das zu injizierende Gewebe ausschließlich gesunde und funktionsfähige Zellen.
Im letzten Schritt werden die vorbereiteten Fettzellen mit der Mikroinjektionsmethode in den Zielbereich eingebracht. Dabei wird das Fett mit Kanülen Schicht für Schicht gleichmäßig verteilt. So entsteht ein Volumenzuwachs bei gleichzeitig natürlichem Erscheinungsbild. Da für jeden Bereich unterschiedliche Einstellungen von Tiefe und Dichte erforderlich sein können, hängt der Erfolg des Eingriffs unmittelbar von der Erfahrung des Behandlers und der eingesetzten Technik ab.
2-5 Stunden
5-7 Tage
8 Tage
Warum wird eine Eigenfettbehandlung durchgeführt?
Die Eigenfettbehandlung ist ein vielseitiges Verfahren, das je nach Bedarf zu ästhetischen Zwecken oder zur Geweberegeneration eingesetzt werden kann. Volumenverluste, die als natürliche Folge des Alterns im Gesicht oder an verschiedenen Körperstellen entstehen, können zu Einsenkungen, Falten und einem insgesamt müden Aussehen führen. Die Eigenfettbehandlung kann gewählt werden, um fehlendes Volumen auszugleichen und die Gesichtskonturen zu betonen.
Darüber hinaus lässt sich die Eigenfettbehandlung zur Korrektur von Konturunregelmäßigkeiten, von Einsenkungen nach einem Trauma oder von angeborenen Asymmetrien nutzen. Da das Fett aus dem eigenen Körper stammt, wird das Allergierisiko minimiert und es entstehen natürliche, harmonische Ergebnisse. Die injizierten Fettzellen geben dem Zielbereich nicht nur Volumen, sondern verbessern auch die Gewebequalität und können der Haut ein frischeres und gesünderes Aussehen verleihen.
Die Eigenfettbehandlung wird heute sowohl bei der Gesichtsverjüngung als auch bei der Gesäßästhetik häufig gewählt, weil sie für Menschen, die ihre natürliche Struktur bewahren möchten, eine ideale Lösung darstellt. Durch die Vielfalt der Anwendungsbereiche lässt sie sich an individuelle Bedürfnisse anpassen.
Für wen ist eine Eigenfettbehandlung geeignet?
Die Eigenfettbehandlung ist eine wirksame Option für Menschen mit Volumenverlust an bestimmten Körperstellen, mit Konturunregelmäßigkeiten oder mit dem Wunsch nach natürlichen und dauerhaften Lösungen wie einer Gesichtsverjüngung. Gute Ergebnisse erzielt sie meist bei Personen mit erhaltener Hautelastizität, gutem allgemeinen Gesundheitszustand und ausreichenden Fettreserven. Vor allem Menschen mit Volumenmangel im Gesicht oder am Gesäß können sich für diesen Eingriff entscheiden.
Für Schwangere und stillende Frauen sowie für Personen mit aktiven Hautinfektionen oder systemischen Gesundheitsproblemen wird die Eigenfettbehandlung nicht empfohlen. Sie ist für Menschen geeignet, die keinen chirurgischen Eingriff wünschen, aber natürliche Ergebnisse erwarten.
Ebenso bietet sie eine ideale Lösung für Menschen, die Gesichtspartien mit altersbedingtem Volumenverlust wieder auffüllen oder Gewebedefekte nach einem Trauma oder einer Operation ausgleichen möchten. Die Beurteilung der Eignung für das Verfahren muss unter fachärztlicher Kontrolle anhand der persönlichen Krankengeschichte und der Erwartungen erfolgen.
Worauf vor und nach einer Eigenfettbehandlung zu achten ist
Vor einer Eigenfettbehandlung wird der allgemeine Gesundheitszustand der Patientin ausführlich beurteilt. Bei der Festlegung der Bereiche, aus denen das Fett entnommen und in die es injiziert wird, erfolgt eine individuelle Planung. Vor dem Eingriff müssen blutverdünnende Medikamente abgesetzt und der Konsum von Zigaretten und Alkohol eingestellt werden. Die Hautpflege in den zu behandelnden Bereichen ist nach ärztlicher Empfehlung anzupassen, um Schwellungen zu vermeiden.
In den ersten Tagen nach der Eigenfettbehandlung sind Schwellungen und Blutergüsse im behandelten Bereich normal. Kalte Kompressen helfen, diese Beschwerden zu mildern. Um die Haltbarkeit des Fetttransfers zu verbessern, sollten körperliche Anstrengungen in der Zeit nach dem Eingriff eingeschränkt und Kleidungsstücke vermieden werden, die Druck auf den Bereich ausüben. Auf die Schlafposition zu achten ist wichtig, um ein Verrutschen des Fetts zu verhindern. Viel Wasser zu trinken und sich ausgewogen zu ernähren unterstützt die schnellere Erholung des Gewebes.
Preise der Eigenfettbehandlung
Bei der Eigenfettbehandlung können die Preise abhängig von vielen Faktoren unterschiedlich ausfallen. Anzahl und Größe der behandelten Bereiche bestimmen die Gesamtkosten maßgeblich. Injektionen in unterschiedliche anatomische Regionen wie Gesicht oder Gesäß beeinflussen die Behandlungsdauer und die benötigte Fettmenge und können die Preisspanne dadurch erweitern.
Auch die eingesetzten Techniken sind an diesem Punkt von Bedeutung. Fortschrittliche Anwendungen wie die Mikroinjektion oder stammzellunterstützte Verfahren umfassen komplexere Abläufe und können deshalb preislich abweichen. Ebenso werden die Anzahl der Bereiche, aus denen das Fett entnommen wird, der chirurgische Umfang des Eingriffs und die Anforderungen an den Operationssaal berücksichtigt. In manchen Fällen ist eine zweite Sitzung erforderlich, um die gewünschte Haltbarkeit zu erreichen. Das sollte bei der Planung ebenfalls bedacht werden.
Da der Bedarf jeder Patientin individuell ist, lässt sich die genaue Preisangabe erst nach einer fachärztlichen Beurteilung festlegen. Ein in jeder Phase des Behandlungsprozesses personalisierter Ansatz bietet Sicherheit sowohl für erfolgreiche Ergebnisse als auch für eine korrekte Leistungsplanung.
Häufig gestellte Fragen zur Eigenfettbehandlung (FAQ)
Der durch die Eigenfettbehandlung erzielte Volumenzuwachs ist unmittelbar nach dem Eingriff zu erkennen. Das erste Erscheinungsbild ist jedoch nicht das endgültige Ergebnis. Das direkt nach der Behandlung bestehende Volumen muss unter dem Gesichtspunkt beurteilt werden, dass ein Teil des injizierten Fetts vom Körper mit der Zeit abgebaut wird. Schwellungen, Ödeme und die Fülle in den ersten Wochen können das tatsächliche Ergebnis vorübergehend verdecken. In der Regel werden etwa 30-40 % des injizierten Fetts vom Körper auf natürliche Weise abgebaut. Welches Gewebe dauerhaft bleibt, zeigt sich innerhalb von 3 bis 6 Monaten. Nach dieser Zeit bleibt das Volumen erhalten, und mit der Anpassung des Gewebes an seine neue Umgebung wirkt das Ergebnis natürlicher. Nach der Behandlung ist Geduld gefragt und der Anpassungsprozess des Körpers muss berücksichtigt werden. Patienten sollten mindestens einige Monate abwarten, um das tatsächliche Ergebnis zu beurteilen.
Für eine Eigenfettbehandlung ist keine feste Altersgrenze definiert. Das Verfahren ist für Menschen geeignet, die ihre körperliche Entwicklung abgeschlossen haben und einen guten allgemeinen Gesundheitszustand aufweisen. In der Regel können Personen ab 18 Jahren Kandidaten für diesen Eingriff sein. Da ästhetische Beschwerden oder altersbedingte Volumenverluste mit zunehmendem Alter deutlicher werden können, kann die Eigenfettbehandlung auch in höherem Alter gewählt werden. Es ist jedoch zu bedenken, dass das Alter allein kein entscheidender Faktor für die Durchführung des Eingriffs ist. Bei der Entscheidung über die Eignung werden auch die Hautqualität, der Bedarf im Behandlungsbereich, das Vorhandensein ausreichender Fettreserven und der allgemeine Gesundheitszustand berücksichtigt. Bei manchen älteren Menschen kann eine verminderte Hautelastizität die Wirkung der Behandlung einschränken. Deshalb werden Kandidaten individuell beurteilt und die Eignung durch eine fachärztliche Einschätzung bestätigt.
Nach einer Eigenfettbehandlung ist eine Schwellung im behandelten Bereich normal. Sie kann sowohl an den Entnahmestellen als auch in den Injektionsbereichen auftreten. Die Schwellungen erreichen meist innerhalb der ersten 48 Stunden ihren Höhepunkt und gehen in den folgenden Tagen zurück. Im Durchschnitt bilden sie sich innerhalb von 1 bis 2 Wochen weitgehend zurück. In einigen Fällen kann dieser Zeitraum je nach Stoffwechsel, Alter und Lebensstil der Person sowie nach Größe des behandelten Bereichs etwas länger sein. Bis die Schwellungen vollständig verschwunden sind und das Hautgewebe seine endgültige Form angenommen hat, können einige Wochen bis einige Monate vergehen. In dieser Zeit können viel Wasser trinken, eingeschränkte körperliche Aktivität und das konsequente Befolgen der ärztlichen Empfehlungen die Heilung beschleunigen. Damit das injizierte Fett gesund mit dem neuen Gewebe verwachsen kann, ist Geduld wichtig.
Das bei der Eigenfettbehandlung entnommene Fett wird mit speziellen Verfahren aufbereitet und dadurch verwendbar gemacht. Eine längere Lagerung des Fetts außerhalb des Körpers wird jedoch in der Regel nicht bevorzugt. Soll das entnommene Fett in derselben Sitzung in mehrere Bereiche eingebracht werden, kann es während des Eingriffs unter sterilen Bedingungen zwischengelagert und verwendet werden. Eine langfristige Lagerung des nach Abschluss des Eingriffs übrigen Fetts ist medizinisch jedoch nicht zu empfehlen. Denn Fettzellen sind lebende Zellen und können nach einer bestimmten Zeit ihre Vitalität verlieren. Fettgewebe, das seine Vitalität verloren hat, kann bei einer erneuten Injektion nicht die erwartete Haltbarkeit und das natürliche Erscheinungsbild liefern. Ist deshalb eine weitere Behandlung geplant, wird in der Regel empfohlen, in einer neuen Sitzung frisches Fett zu entnehmen. Für den Erfolg der Behandlung stehen in jedem Schritt Sterilität und Gewebevitalität im Vordergrund.