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Gynäkomastie

Die Gynäkomastie ist ein Gesundheitsproblem, bei dem das Brustdrüsengewebe beim Mann stärker als normal wächst. Sie kann durch hormonelle Ungleichgewichte, die Einnahme bestimmter Medikamente oder genetische Faktoren entstehen. Eine Gynäkomastie kann sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch das Selbstvertrauen beeinträchtigen. Bei einem chirurgischen Eingriff wird das überschüssige Brustgewebe entfernt, sodass der Brustbereich flacher und männlicher wirkt. Vor der Operation werden der allgemeine Gesundheitszustand und die Erwartungen des Patienten ausführlich beurteilt. Die Heilung nach einer Gynäkomastie-Operation verläuft in der Regel schnell, und die Patienten können nach kurzer Zeit in ihren Alltag zurückkehren.

Was ist eine Gynäkomastie?

Bei einer Gynäkomastie wächst das Brustdrüsengewebe beim Mann stärker als normal. Sie kann durch ein hormonelles Ungleichgewicht, eine genetische Veranlagung oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente entstehen. Meist ist das Wachstum auf beiden Seiten symmetrisch, es kann aber auch einseitig auftreten. Auch wenn keine körperlichen Beschwerden bestehen, kann sie den Betroffenen ästhetisch und psychisch belasten.

Wodurch entsteht eine Gynäkomastie?

Die häufigste Ursache einer Gynäkomastie ist ein gestörtes Gleichgewicht zwischen Östrogen (weibliches Hormon) und Testosteron (männliches Hormon). Dieses Ungleichgewicht kann angeboren sein oder in der Pubertät, mit dem Alter oder infolge bestimmter Erkrankungen entstehen. Weitere Ursachen:

  • Leber- und Nierenerkrankungen
  • Störungen der Schilddrüsenhormone
  • Einnahme von anabolen Steroiden und bestimmten Medikamenten
  • Alkohol- und Drogenabhängigkeit
  • Fettleibigkeit
OPERATIONSDAUER

2-5 Stunden

HEILUNGSDAUER

5-7 Tage

AUFENTHALT

8 Tage

Worauf vor der Gynäkomastie-Operation zu achten ist

Produkte mit blutverdünnender Wirkung wie Aspirin, Vitamin E und Omega-3 müssen mindestens 7 Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden.

Nikotin beeinträchtigt die Gewebeheilung und erhöht das Risiko für Infektionen und Narben. Auch Alkohol kann die Heilung insgesamt verlangsamen.

Liegt der Gynäkomastie eine systemische Erkrankung zugrunde, muss diese Ursache zuerst unter Kontrolle gebracht werden.

Der Patient sollte wissen, welches Ergebnis zu erwarten ist, und offen mit dem Operateur sprechen.

Worauf nach der Gynäkomastie-Operation zu achten ist

  • In der ersten Woche ist Ruhe wichtig: Es ist die kritische Phase, in der Schwellung und Schmerzen zurückgehen und die Nähte an ihrem Platz bleiben müssen.
  • Die Kompressionswäsche darf nicht ausgelassen werden: In der Regel wird 3–6 Wochen eine spezielle medizinische Kompressionsweste getragen. Sie hilft, die Schwellung zu verringern und die neue Kontur zu formen.
  • Bei eingelegter Drainage sind täglicher Verbandwechsel und Kontrolle unerlässlich: Die Drainagen werden meist innerhalb weniger Tage entfernt.
  • Wochen nach der Operation kann mit leichten Übungen wie Spazierengehen begonnen werden: Aktivitäten, die den Brustbereich belasten, sind jedoch zu vermeiden.
  • Intensiver Sport, insbesondere Brustübungen, sollte mindestens 1 Monat aufgeschoben werden: Bei Bedarf kann der Operateur diese Zeit verlängern.

Auch wenn die Heilung individuell unterschiedlich verläuft, ist es für die Dauerhaftigkeit des ästhetischen Ergebnisses sehr wichtig, die Empfehlungen des Arztes vollständig einzuhalten.

Für wen ist eine Gynäkomastie-Operation geeignet?

Die Gynäkomastie-Operation ist für Männer mit einer krankhaften Vergrößerung der Brust ästhetisch wie psychisch sehr hilfreich. Nicht jede Gynäkomastie muss operiert werden; ist die Vergrößerung jedoch dauerhaft geworden und beeinträchtigt sie die Lebensqualität, wird ein chirurgischer Eingriff empfohlen.

Folgende Personen sind geeignete Kandidaten für eine Gynäkomastie-Operation:

  • Männer, deren Gynäkomastie nach der Pubertät geblieben ist: Personen, bei denen sich die Vergrößerung der Brust trotz wiederhergestelltem Hormongleichgewicht nicht zurückbildet.
  • Männer, die mit ihrer Körperform unzufrieden sind und sich in sozialen Situationen unwohl fühlen: Insbesondere Personen, die zögern, ein T-Shirt zu tragen, ins Meer zu gehen oder ins Fitnessstudio zu gehen.
  • Männer, bei denen die Vergrößerung der Brust trotz Gewichtsabnahme und gesenktem Körperfettanteil bestehen bleibt: Nicht mit einer Pseudogynäkomastie zu verwechseln; bei vermehrtem Drüsengewebe hilft Sport nicht.
  • Männer mit Empfindlichkeit, Spannungsgefühl oder Schmerzen durch die Vergrößerung der Brust: Neben körperlichen Beschwerden können auch psychische Folgen auftreten.
  • Männer, deren allgemeiner Gesundheitszustand einer Operation nicht entgegensteht: Personen ohne Herz-, Atemwegs-, Stoffwechsel- oder Hormonstörung, die körperlich für die Operation bereit sind.

Jeder Patient wird nach einer ausführlichen Untersuchung und Bildgebung beurteilt. Die Erwartungen sollten offen mit dem Operateur besprochen und die Entscheidung gemeinsam getroffen werden.

Wie lange dauert eine Gynäkomastie-Operation?

Die Dauer der Operation hängt von der angewandten Technik ab. Wird nur eine Fettabsaugung durchgeführt, dauert der Eingriff in der Regel 45–60 Minuten; wird eine Fettabsaugung mit Gewebeentfernung durchgeführt, kann er 1,5–2 Stunden dauern. Eine Entlassung am selben Tag ist möglich, bei manchen Patienten kann jedoch eine Übernachtung im Krankenhaus erforderlich sein.

Häufig gestellte Fragen zur Gynäkomastie (FAQ)

Bei der Gynäkomastie-Operation wird der Schnitt meist um die Brustwarze herum gesetzt (entlang der Areola), sodass die Narben in der natürlichen Übergangslinie der Haut verborgen werden. Wird nur eine Fettabsaugung durchgeführt, genügen deutlich kleinere Schnitte von 3-4 mm, die mit der Zeit verblassen und nahezu unsichtbar werden. Wie sichtbar die Narben bleiben, hängt von der Hautstruktur und der Wundpflege ab. Während der Heilungsphase wird die Anwendung narbenreduzierender Cremes oder silikonhaltiger Wundpflaster empfohlen.